Romantetralogie
Das Ende der Ewigkeit
Diese neue Seite bündelt den Romanzyklus als Werkzusammenhang. Der Altbestand liefert dazu nicht nur die vier Bände, sondern auch wertvolle Spuren der Rezeption: wissenschaftliche Arbeiten, Rundfunk- und Fernsehsendungen, CDs und literarische Hommagen.
Band der Tetralogie
Im Schatten der Maulwurfshügel
Der erste Band im Romanzyklus "Das Ende der Ewigkeit" ist eine meisterhafte Sozialstudie dörflichen Lebens um die Jahrhundertwende. In der Neujahrsnacht des Jahres 1900 wird ein Bub gefunden, ein Findelkind, ohne Herkommen, ohne angestammten Platz in der Gesellschaft. Zauner beschreibt mit seltener Präzision und Eindringlichkeit das Leben in diesen kleinen Dörfern, das Verhältnis zwischen Mann und Frau, zwischen Nachbarn, Besitzenden und Habenichtsen. Festgefügt ist die Ordnung der Gesellschaft seit Jahrhunderten, unvorstellbar, dass sie sich jemals ändern könnte. Und doch tauchen, vereinzelt und nicht zu übersehen, Zeichen auf am Horizont, die die großen Umbrüche ankündigen, an denen die Ewigkeit zerbrechen wird.
Band der Tetralogie
Und die Fische sind stumm
Der zweite Band führt die Chronik weiter und verdichtet die sozialen und historischen Verwerfungen, die den Romanzyklus tragen. Man schreibt das Jahr 1914 und die Bewohner von Thal, Oed und Fegfeuer werden von der, Weltgeschichte gebeutelt. Der 1. Weltkrieg rüttelt an den Grundfesten des Althergebrachten. Maurits, der Findelbub, der am Ende des ersten Bandes die Talschaft verlassen hat, kehrt zurück. Und wieder wird er zum Kontrastmittel, an dem die Brüche und Widersprüche der Gesellschaft sichtbar werden. "Die Stärke des Erzählers liegt wohl in der Fähigkeit, im Dialog und in knappen Beschreibungen Charaktere zu formen, Figuren und Szenen plastisch auf eine imaginäre Bühne zu bringen." Ulrich Weinzierl in der FAZ über den Autor
Band der Tetralogie
Früchte vom Taubenbaum
Die Tetralogie weitet ihren Blick, ohne die dörfliche Perspektive preiszugeben. Gerade daraus entsteht die besondere erzählerische Spannung. Eigentlich konnte niemand mehr damit rechnen, dass Maurits aus dem Krieg noch nach Hause kommt, schließlich galt er seit Jahren als vermisst. Nach seiner unerwarteten Rückkehr beginnt er hartnäckig, einen Beruf zu erlernen und eine Existenz aufzubauen, um seine geliebte Theres heiraten zu können. Und das in einer Zeit, in der – so scheint es jedenfalls den Menschen – die Zukunft abgeschafft worden ist. „Der geduldige Blick des Erzählers vermag in der Klarheit eine unerwartete Vielfalt zu entdecken, sodass wir lesend erkenne: Die einfache Ordnung auf dem Lande war schon in der guten alten, der harten und grausamen Zeit von einst ein kompliziertes System und das Dorf ein Reservoir vielfältiger Überraschungen,“ Karl-Markus Grauß
Band der Tetralogie
Heiser wie Dohlen
Der vierte Band vollendet den Zyklus, der auf der Altseite als Zauners Opus Magnum und als ein Werk von hohem epochalem Rang dargestellt wird.
"Der Heimatroman hat eine einseitige Vorgeschichte, als Domäne des Konservativismus bis hin zu Blut und Boden. Friedrich Zauner will ihm eine berichtigte Variante zur Seite stellen. Es wären diesen Büchern viele Leser zu wünschen; ihre Psychologie und ihr robuster Einband sind wie gemacht für alte Bauernstuben; aber auch hier lauert in jedem Herrgottswinkel schon ein Videorecorder." Franz Haas, "Neue Zürcher Zeitung"Worum es bei diesem Zyklus besonders geht
Der Romanzyklus wird im historischen Material immer wieder als weit mehr als eine Dorfgeschichte beschrieben. Entscheidend ist die Verbindung einer kleinen regionalen Welt mit Wirtschaftskrisen, Kriegen, technischen Veränderungen und sozialen Verschiebungen des 20. Jahrhunderts.
Gerade daraus entsteht die große Reichweite des Werks: Es erzählt Heimat nicht idyllisch, sondern als historischen Erfahrungsraum, in dem Umbrüche, Hoffnungen und Verluste sichtbar werden.
Sekundärliteratur
Die Altseite sammelt wissenschaftliche und essayistische Arbeiten zum Zyklus. Für den Einstieg sind besonders diese Titel hilfreich:
- „Das Ende der Ewigkeit“, Kritiken und Reaktionen zu Friedrich Ch. Zauners Opus Magnum, Recherche und Zusammenstellung A. Pndelski, Edition Neunzig, Linz, 2002
- Gerald Rettenegger: „Das Ende der Ewigkeit“, zum Romanzyklus von Friedrich Ch. Zauner, Edition Geschichte der Heimat, Grünbach, 2002
- Salih Özenici: Das Dorf in Friedrich Ch. Zauners Romantetralogie „Das Ende der Ewigkeit“, Dissertation, Universität Konya 1999
- Christine Wiener: Frauenbilder in Friedrich Ch. Zauners Romantetralogie „Das Ende der Ewigkeit“, Universität Innsbruck 2006
- Meinir Edmunds: A Study and Assessment of Friedrich Ch. Zauner’s Tetralogy „Das Ende der Ewigkeit“, Bangor University, Wales, 2010
Rundfunk, Fernsehen und CD
Auch die mediale Resonanz ist ungewöhnlich gut dokumentiert. Das Material zeigt, dass die Tetralogie nicht nur gelesen, sondern wiederholt besprochen und gesendet wurde.
- ORF Ö1: „Im Gespräch“, Gestaltung Peter Huemer, 21.11.1996
- ORF Fernsehen: Zauners Lebenswerk „Das Ende der Ewigkeit“, Interview und Lesung, Gestaltung Isabelle Muhr, 03.01.1997
- Bayerisches Fernsehen München: Porträt in „Alpen-Donau-Adria“, Gestaltung Isabelle Muhr, 09.02.1997
- Hessischer Rundfunk Frankfurt, hr 2: „Die Alternative“, Gestaltung Robert Schurz, 14.04.1997
- Bayerischer Rundfunk München, Bayern 2: Kommentar von Dr. Walter Münz, 01.08.1998
- CD: „Im Schatten der Maulwurfshügel – Zauner liest Zauner“, M. M. Studio, Altenberg 1999
Karl-Markus Gauß
Die Altseite enthält die Hommage „Ein Entdecker der Heimat“ mit einem sehr starken, einordnenden Zugriff auf die Tetralogie.
Hommage öffnenAlexander Giese / Walter Münz
Auf der historischen Seite sind zwei weiterführende wissenschaftliche bzw. essayistische Texte direkt verlinkt.
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Archivseite öffnenBiografie und Werk
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Zur BiografieWarum diese Fassung sinnvoll ist
Die alte Seite war vor allem eine Materialablage. Die neue Fassung macht zuerst klar, was „Das Ende der Ewigkeit“ als Werk ist, und öffnet erst danach die archivalische Tiefe. Damit kann die Seite sowohl Einsteiger als auch Forschende besser bedienen.