Werke Friedrich Ch. Zauner

Das Ende der Ewigkeit

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Romantetralogie

Das Ende der Ewigkeit

Diese neue Seite bündelt den Romanzyklus als Werkzusammenhang. Der Altbestand liefert dazu nicht nur die vier Bände, sondern auch wertvolle Spuren der Rezeption: wissenschaftliche Arbeiten, Rundfunk- und Fernsehsendungen, CDs und literarische Hommagen.

FormRomantetralogie in vier Bänden
PerspektiveInnviertler Dorfwelt als Brennspiegel historischer Umbrüche
DokumentiertSekundärliteratur, Medienresonanz, Vorträge und Essays
Im Schatten der Maulwurfshügel
Im Schatten der Maulwurfshügel

Band der Tetralogie

Im Schatten der Maulwurfshügel

Der erste Band im Romanzyklus "Das Ende der Ewigkeit" ist eine meisterhafte Sozialstudie dörflichen Lebens um die Jahrhundertwende. In der Neujahrsnacht des Jahres 1900 wird ein Bub gefunden, ein Findelkind, ohne Herkommen, ohne angestammten Platz in der Gesellschaft. Zauner beschreibt mit seltener Präzision und Eindringlichkeit das Leben in diesen kleinen Dörfern, das Verhältnis zwischen Mann und Frau, zwischen Nachbarn, Besitzenden und Habenichtsen. Festgefügt ist die Ordnung der Gesellschaft seit Jahrhunderten, unvorstellbar, dass sie sich jemals ändern könnte. Und doch tauchen, vereinzelt und nicht zu übersehen, Zeichen auf am Horizont, die die großen Umbrüche ankündigen, an denen die Ewigkeit zerbrechen wird.

Und die Fische sind stumm

Band der Tetralogie

Und die Fische sind stumm

Der zweite Band führt die Chronik weiter und verdichtet die sozialen und historischen Verwerfungen, die den Romanzyklus tragen. Man schreibt das Jahr 1914 und die Bewohner von Thal, Oed und Fegfeuer werden von der, Weltgeschichte gebeutelt. Der 1. Weltkrieg rüttelt an den Grundfesten des Althergebrachten. Maurits, der Findelbub, der am Ende des ersten Bandes die Talschaft verlassen hat, kehrt zurück. Und wieder wird er zum Kontrastmittel, an dem die Brüche und Widersprüche der Gesellschaft sichtbar werden. "Die Stärke des Erzählers liegt wohl in der Fähigkeit, im Dialog und in knappen Beschreibungen Charaktere zu formen, Figuren und Szenen plastisch auf eine imaginäre Bühne zu bringen." Ulrich Weinzierl in der FAZ über den Autor

Früchte vom Taubenbaum

Band der Tetralogie

Früchte vom Taubenbaum

Die Tetralogie weitet ihren Blick, ohne die dörfliche Perspektive preiszugeben. Gerade daraus entsteht die besondere erzählerische Spannung. Eigentlich konnte niemand mehr damit rechnen, dass Maurits aus dem Krieg noch nach Hause kommt, schließlich galt er seit Jahren als vermisst. Nach seiner unerwarteten Rückkehr beginnt er hartnäckig, einen Beruf zu erlernen und eine Existenz aufzubauen, um seine geliebte Theres heiraten zu können. Und das in einer Zeit, in der – so scheint es jedenfalls den Menschen – die Zukunft abgeschafft worden ist. „Der geduldige Blick des Erzählers vermag in der Klarheit eine unerwartete Vielfalt zu entdecken, sodass wir lesend erkenne: Die einfache Ordnung auf dem Lande war schon in der guten alten, der harten und grausamen Zeit von einst ein kompliziertes System und das Dorf ein Reservoir vielfältiger Überraschungen,“ Karl-Markus Grauß

Heiser wie Dohlen

Band der Tetralogie

Heiser wie Dohlen

Der vierte Band vollendet den Zyklus, der auf der Altseite als Zauners Opus Magnum und als ein Werk von hohem epochalem Rang dargestellt wird.

"Der Heimatroman hat eine einseitige Vorgeschichte, als Domäne des Konservativismus bis hin zu Blut und Boden. Friedrich Zauner will ihm eine berichtigte Variante zur Seite stellen. Es wären diesen Büchern viele Leser zu wünschen; ihre Psychologie und ihr robuster Einband sind wie gemacht für alte Bauernstuben; aber auch hier lauert in jedem Herrgottswinkel schon ein Videorecorder." Franz Haas, "Neue Zürcher Zeitung"

Worum es bei diesem Zyklus besonders geht

Der Romanzyklus wird im historischen Material immer wieder als weit mehr als eine Dorfgeschichte beschrieben. Entscheidend ist die Verbindung einer kleinen regionalen Welt mit Wirtschaftskrisen, Kriegen, technischen Veränderungen und sozialen Verschiebungen des 20. Jahrhunderts.

Gerade daraus entsteht die große Reichweite des Werks: Es erzählt Heimat nicht idyllisch, sondern als historischen Erfahrungsraum, in dem Umbrüche, Hoffnungen und Verluste sichtbar werden.

Warum diese Fassung sinnvoll ist

Die alte Seite war vor allem eine Materialablage. Die neue Fassung macht zuerst klar, was „Das Ende der Ewigkeit“ als Werk ist, und öffnet erst danach die archivalische Tiefe. Damit kann die Seite sowohl Einsteiger als auch Forschende besser bedienen.